Jubati
Alle Beiträge

Projektgeschichte / Jubati

Warum wir mit Autonio einen Automarktplatz bauen

Ein eigener Autoverkauf, Gespräche mit Garagen und die Frage, was ein Schweizer Automarktplatz besser machen kann. Die Geschichte hinter Autonio.

Wir wollten ein Auto verkaufen. Also haben wir verglichen, wo man in der Schweiz ein Inserat aufgeben kann und was das kostet. Danach hatten wir zwei Fragen. Warum ist das so teuer? Und warum ist kaum eine dieser Plattformen für Leute gemacht, die Autos mögen?

Wir, Silvan Gehrig, Denis Fazlija und Patrik Nue, sind selbst Autoenthusiasten. Aus diesem einen Verkauf wurde Autonio, unser Schweizer Automarktplatz.

Ein Autoverkauf war der Anfang

Am meisten störten uns die Kosten. Dazu kam, dass die Plattformen wenig Platz für das lassen, was Enthusiasten wichtig ist. Wer ein Auto gepflegt hat, will es genau beschreiben und mit Käufern sprechen, die es ernst meinen.

Ein eigener Verkauf rechtfertigt aber noch keinen neuen Marktplatz. Deshalb haben wir mit Leuten gesprochen, die beruflich Autos verkaufen.

Was uns Garagen erzählt haben

Die Garagen und Händler, mit denen wir gesprochen haben, nannten immer wieder dieselben Punkte. Inserate und Abos kosten viel Geld. Manche bekamen beim Support nicht die Hilfe, die sie brauchten. Andere ärgern sich über Anrufe, in denen ihnen ein weiteres Zusatzpaket verkauft werden soll.

Das sind Stimmen aus einzelnen Gesprächen. Sie passten aber zu dem, was wir selbst erlebt hatten.

Autonio soll deshalb günstiger sein, und Rückmeldungen von Garagen bestimmen mit, was wir als Nächstes bauen. Seither haben wir viel Arbeit in Inserate, Suche und die Werkzeuge für Verkäufer gesteckt.

Betrug erkennen, bevor Geld fliesst

Bei einem Autoverkauf geht es schnell um mehrere tausend Franken. Das wissen auch Betrüger. Eine bekannte Masche ist ein Link auf eine gefälschte Zahlungsseite, die aussieht wie die des Marktplatzes.

Autonio verschickt nie Zahlungs- oder Bestätigungslinks. Ein Link, der sich als Autonio ausgibt, ist deshalb immer ein Warnzeichen. Dasselbe gilt für gekürzte Links, hinter denen man das Ziel nicht sieht.

Jede Chatnachricht prüft Autonio, bevor sie ankommt. Ein kleines KI-Modell liest sie im Zusammenhang der letzten Nachrichten im Gespräch. Hält es sie für verdächtig, liest ein grösseres Modell sie noch einmal. Je nach Ergebnis sieht der Empfänger einen Warnhinweis oder Autonio hält die Nachricht zurück. Ein Konto sperrt Autonio nur, wenn beide Modelle zum gleichen Schluss kommen, und auch dann nur für 72 Stunden.

Fällt ein Konto wiederholt auf, liest das grössere Modell jede seiner Nachrichten. Inserate prüft Autonio ebenfalls. Ein auffälliges Inserat nimmt das System aber nicht selbst offline. Diese Entscheidung trifft unser Team.

Auch ein Modell hält manchmal einen ehrlichen Verkäufer für verdächtig. Unser Team kann automatische Entscheidungen deshalb überprüfen und korrigieren. Jeden Betrug verhindert diese Prüfung nicht. Sie soll bekannte Maschen erkennen, bevor jemand Geld überweist.

Wie wir Autonio technisch bauen

Die Website bauen wir mit SvelteKit, die API mit TypeScript und Effect. Beide laufen auf Cloudflare Workers und sprechen über eine private Verbindung miteinander. PostgreSQL speichert Inserate, Konten und Gespräche. Fahrzeugbilder liegen separat im Objektspeicher R2.

Offene Chats laufen über WebSockets und Durable Objects. Neue Nachrichten erscheinen so sofort, ohne dass jemand die Seite neu lädt. PostgreSQL speichert jede Nachricht. Bricht die Verbindung ab, lädt der Chat verpasste Nachrichten von dort nach.

E-Mails und andere Benachrichtigungen laufen über eine Warteschlange. Wer eine Nachricht abschickt, wartet also nicht auf den E-Mail-Versand. Fällt der Mailanbieter einmal aus, lassen sich Inserate trotzdem speichern und Nachrichten trotzdem senden.

Garagen können jetzt mitgestalten

Autonio ist noch jung. Rückmeldungen verändern jetzt noch viel. Wenn ein Schritt beim Inserieren unnötig Zeit kostet, wollen wir das wissen, bevor wir weiter darauf aufbauen.

Führen Sie eine Garage oder verkaufen Sie beruflich Autos? Dann schauen Sie sich Autonio an und sagen Sie uns, was fehlt. Welche Angaben vermissen Sie in einem Inserat? Was kostet Sie heute am meisten Zeit? Was müsste eine neue Plattform können, damit sich der Wechsel für Sie lohnt?

Schreiben Sie uns an info@autonio.ch. Ihre Nachricht lesen wir selbst. Wir suchen Garagen, die von Anfang an dabei sein wollen.

Unser neues Projekt

Ein neuer Platz für den Schweizer Autohandel.

Entdeckt Autonio. Garagen, die jetzt dazukommen, können die nächsten Schritte mitgestalten.

Autonio entdecken